Das Anbaugebiet

Das Anbaugebiet der Patata della Sila bezieht sich exklusiv auf die folgenden Gemeinden: in der Provinz Cosenza (Kalabrien): Acre Aprigliano, Bocchigliero, Celico, Colosimi, Longobucco, Parenti, Pedace, Rogliano, San Giovanni in Fiore, Serra Pedace, Spezzano della Sila, Spezzano Piccolo; in der Provinz Catanzaro (Kalabrien): Albi, Carlopoli, Cicala, Confluenti, Decollatura, Magisano, Martirano, Martirano Lombardo, Motta Santa Lucia, Serrastretta, Sorbo San Basile, Soveria Mannelli, Taverna.
Die genannten Gemeinden umgeben auf natürliche Weise das Hochgebiet der Sila, wo die Beschaffenheit des Bodens und die klimatischen Bedingungen ein langsames und stetiges Wachstum der Knollen erlauben und die Reifung der Pflanze optimal gelingt.

Das Hochplateau der Sila ist eines der schönsten und eindrucksvollsten Gebiete Italiens. Es befindet sich im Herzen von Kalabrien und erstreckt sich über drei Provinzen: Cosenza, Catanzaro und Crotone. Lassen sie sich mittels der Bildergallerie auf unserer Internet-seite bezüglich der Schönheit dieser unberührten Orte überzeugen, welche an nordische Landschaften an höheren Breitengraden erinnern.
Die Sila umfasst 1700km² und ist eine Hochebene mit einer durchschnittlichen Höhe von mehr als 1300m über dem Meeresspiegel. Sie präsentiert eine Krone von Bergwipfeln, deren höchster Punkt der Monte Botte Donato mit 1928m erreicht. Die Sila ist von einem riesigen Wald bedeckt, welcher hauptsächlich aus Buchen und verschiedenen Nadelbäumen besteht. Aufgrund der reichen Wasserressourcen wurden mehrere künstliche Seen angelegt, die sich perfekt in die bereits zauberhafte Natur des Ortes integrieren und das gesamte Gebiet noch attraktiver machen. Bestehend aus einem granit-kristallinem Massiv wird die silanische Hochebene im Westen durch das Valle del Crati, im Norden durch die Ebene von Sibari, im Osten von den Hügeln des Marchesato und im Süden von der Lamezia-ebene begrenzt.

Das Gebiet wird gewöhnlich in Sila Grande, Sila Greca und Sila Piccola unterteilt. Diese Namen beziehen sich nicht auf eine genaue morphologische Bedeutung sondern wurden von der historisch administrativen Aufteilung geerbt. Der Park ist derzeit in zwei Bereiche unterteilt, welche aufgrund der unterschiedlichen mittleren Höhen verschiedene Vegetationen aufweisen. Die Fläche des Sila Grande, dessen zentraler Teil dem Bereich der Fossiata entspricht, ist weitgehend ein Lärchengebiet. Dieser Nadelbaum ist so etwas wie der unangefochtene Hausherr der Zone. Der Monte Gariglione liegt im zentralen Teil der Sila Piccola und wird jedoch von Buchen umgeben. In den großen Ausläufern des Gebiets, darunter fallen die Wälder des Monte Gariglione und des Macchia dell´Orso, sind die Buchen mit verschiedenen Tannenbäumen gemischt.

In den Wäldern des Monte Gariglione vegetieren majestätische Exemplare der Weißtanne und über 100 Jahre alte Buchen, im Unterholz der Buchenwälder befinden sich auch Vogel-Nestwurz (Neottia nidus avis) - sie gehören zur Familie der Orchideen. Diese gefährdeten Pflanzen leben fast ohne Chlorophyll und sind sogenannte Vollschmarotzer. Im Nationalpark von Kalabrien leben viele Raubtiere, von kleinen Mardern und Dachsen bis zu Füchsen und Wölfen, welche aufgrund ihrer nächtlichen Lebensgewohnheiten nur äußerst selten zu sehen sind. Die schwarzen Eichhörnchen sind einfacher zu erblicken, besonders entlang der Wanderwege des Parks werden auch immer wieder Hirsche und Rehe gesehen, welche im geschützten Bereich ihre Wildnis ausleben können.

Der Nationalpark von Kalabrien, direkt verwaltet von der staatlichen Forstaufsicht, bietet eine Vielzahl von Einrichtungen und Infrastruktur für touristische Besuche und eine nicht-invasive Beobachtung vieler Tiere. Ausreichend Information gibt es in zwei modernen Besucherzentren, eines befindet sich in der Sila Grande und das andere in der Sila Piccola.